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Begriffslexikon

Barrierefreiheit

Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.
Das bedeutet im Verkehrsbereich z.B. abgesenkte Bordsteine, Rampen und Lifts an Bahnhöfen, Markierungen im Gehweg für Blinde, ausreichend breite und nicht zugeparkte Gehwege u.v.m.
Barrierefreiheit ist bei Neubauten weitgehend gesetzlich vorgeschrieben. Sie betrifft nicht nur Behinderte, sondern auch Menschen mit Kinderwagen, Rollator, Rollkoffer oder Einkaufswagen.
Behindertengleichstellungsgesetz

Tadeusz, am 2011-10-07

Begegnungszone

Schweizer Konzept zur Verkehrsberuhigung (seit 2002), Alternative zu Shared Spaces.
Es sind Strassen in Wohn- oder Geschäftsbereichen, auf denen die Fussgänger die ganze Verkehrsfläche benützen dürfen. Sie sind gegenüber den Fahrzeugführern vortrittberechtigt, dürfen jedoch die Fahrzeuge nicht unnötig behindern.
Die erste Begegnungszone in Deutschland gibt es seit 2008 in Frankfurt/Main.

Tadeusz, am 2010-01-13

Fahrradstraße

Eine Fahrradstraße ist eine für den Radverkehr vorgesehene Straße. Sie soll die Attraktivität des Radverkehrs steigern und Vorteile gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr schaffen. Sie darf nur von Radfahrern und Fußgängern benutzt werden, kann aber durch Zusatzzeichen auch für KFZ freigegeben werden (z.B. für Anlieger). Die KFZ dürfen die Radfahrer dabei nicht behindern oder gefährden und dürfen höchstens 30 km/h fahren.
Ein Nebeneinanderfahren der Radfahrer ist ausdrücklich erlaubt.

Mehr Infos und Konzept für Fellbach hier.

Tadeusz, am 2010-01-27

Pedelec

Pedal Electric Cycle = Elektrofahrrad, welches hybrid mit Elektromotor und Muskelkraft betrieben wird.
Mehr Info bei Wikipedia

Tadeusz, am 2010-08-10

Radfahrstreifen

Ein auf der Fahrbahn durch Bodenmarkierung abgetrennter Teil der Straße, der ausschließlich für Radfahrer vorgesehen ist.
Bild

Tadeusz, am 2010-01-12

Radweg

Ist er mit einem Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 versehen, so gilt die Benutzungspflicht, d.h. Radfahrer dürfen dann die Fahrbahn nicht benutzen.
Was wenig bekannt ist: viele benutzungspflichtige Radwege entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben und sind illegal ausgeschildert. Außerdem gilt die Benutzungspflicht auch nicht, wenn der Zustand des Radwegs eine Benutzung unzumutbar macht, wie z.B. Baustelle, Gerüst, Mülltonnen, Eisglätte. In dem Falle ist die Fahrbahn zu nutzen.
Der Begriff wird umgangssprachlich ort für baulich angelegte Radwege verwendet, die z.B. durch einen Bordstein von der Fahrbahn abgetrennt sind.

Tadeusz, am 2010-01-13

Schutzstreifen

Schutzstreifen sind Radverkehrsanlagen, die mit Leitlinie auf der Fahrbahn markiert werden.
Beispiel in Fellbach: nördliche Esslinger Straße.

Tadeusz, am 2010-01-12

Shared Space

Niederländische und von der EU unterstützte Verkehrsphilosophie, nach der vom Verkehr dominierter öffentlicher Straßenraum lebenswerter, sicherer sowie im Verkehrsfluss verbessert werden soll. Charakteristisch ist dabei das Fehlen von Verkehrszeichen, das eine gegenseitige Rücksicht und erhöhte Aufmerksamkeit erzwingt.
Die Erfahrungen aus 7 Städten Europas (u.a. Bohmte in Niedersachsen) haben gezeigt, dass sich dieses Konzept auch für Straßen mit höherem Verkehrsaufkommen eingnet (im Gegensatz zu Spielstraßen) und die Zahl schwerer Unfälle in Shared Space signifikant zurückgeht.

Tadeusz, am 2010-01-13

Spielstraße

Umgangssprachliche Bezeichnung eines verkehrsberuhigten Bereichs. Hier gilt für Autos u.a. Schrittgeschwindigkeit. Eignet sich für Wohngebiete mit niedrigem Verkerhsaufkommen.

Tadeusz, am 2010-01-26

Vorbehaltsstraße

Vorbehaltsstraßen sind Verkehrswege, auf denen der überörtliche Verkehr gebündelt wird, um die benachbarten Tempo-30-Zonen zu entlasten.

Tadeusz, am 2013-05-02

Zebrastreifen

Fußgängerübergang über die Fahrbahn.
Hier haben Fußgänger Vorrang.

Tadeusz, am 2009-12-06

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